Ergebnis messen: Erfolg und Misserfolg beim lernen

Ergebnis messen

Ergebnis messen ist eine der wichtigsten Sachen, wenn man zielgerichtet arbeiten will. Denn wir wollen definieren, wie gut wir waren und wie weit wir uns noch entwickeln können. Dabei ist es sehr wichtig, Erfolg und Misserfolg richtig zu definieren.

Gestern war ich wieder laufen, wie versprochen. Hier zuerst das Ergebnis: 32,5 Minuten. Es ging mir nicht wirklich besser: Ich hatte wieder Bauchschmerzen und insgesamt fühlte ich mich schwach. Aber ich hatte schon zwei Tage Pause und wollte nicht noch einen dritten Tag warten.

Ergebnis messen

Daher hatte ich eine relativ niedrige Erwartung. Um mich zu motivieren, habe ich mir selbst gesagt: Heute geht es nur darum, überhaupt zu laufen. Wie gut das Ergebnis ist, ist dann auch egal. Der Unterschied für den Tag würde nur daran liegen, dass ich gelaufen war.

Und die Erwartung wurde mehr als übertroffen: Ich war ganze zwei Minuten schneller als vor ein paar Tagen, als es mir noch viel besser ging!

Ergebnis messen: Die richtige Erwartung setzen

Gestern fiel es mir nicht leicht, laufen zu gehen: Es wurde auf einmal kälter, ich war krank, und die zwei Tage Pause haben mich näher an die Komfortzone gerückt. Ich musste mich erstmal überreden, die Entscheidung zu treffen, um zu laufen. Dazu habe ich noch Wikipedia gefragt, was Motivation eigentlich ist. Schließlich wollte ich dann einfach nicht mehr länger hin und her überlegen.

Die Entscheidung fiel dann doch leichter als erwartet: Denn mein Ziel war relativ niedrig. Das habe ich dann beim Laufen gemerkt. Denn ich hatte eigentlich nur einen Schub gebraucht, um überhaupt zu starten. Sobald ich anfing, zu laufen, lief ich doch wie immer und war weder zu hart noch zu sanft zu mir selbst. Ich konnte ein gutes Tempo halten und zum Schluss hatte ich sogar Kraft gehabt, um auf den letzten 500 Metern richtig zu beschleunigen.

Da dachte ich, dass es doch ganz wichtig ist beim Ergebnis messen, das Ziel richtig zu definieren.

Wir wollen immer besser werden, aber hätte ich die Erwartung gesetzt, dass ich beim jeden Lauf schneller werden muss, wäre ich gestern wahrscheinlich gar nicht losgelaufen. Vielleicht bist Du nicht so eine/r, aber ich war ein ganzes Leben so: Entweder mache ich es richtig, oder gar nicht – sagte ich mir. Dabei geht es manchmal auch nur darum, etwas einfach zu machen.

Wenn Du also beim Chinesisch Lernen ab und zu keine richtige Motivation findest, kannst du auch einfach eine der älteren Lektionen wiederholen. Dinge lesen / sprechen / anhören / anschauen, bei denen es Dir weniger schwer fällt, es zu tun. Danach wirst Du auch feststellen, dass es doch ein Erfolg war, weil Du es getan hast. Und langfristig wirst Du damit doch mehr gewonnen haben, als wenn Du gar nicht angefangen hättest!

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